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Samstag, 14. Mai 2011

Brasilien:Amazonasindianer und die Möglichkeiten des weltweiter CO2 Handels

Das Volk der Cinta Larga, nach ihrem breiten Gürtel benannt, heute rund 1500 Angehörige, lebt in vier zusammenhängenden Indianerreservaten, verteilt auf die Bundesstaaten Rondonia und Mato Grosso. In einem Reservat sind Fazeinderos mit Rinderherden eingedrungen und haben den Regenwald gerodet. Auch Diamanten hat man dort gefunden. Durch den Kontakt mit Weißen ist der Stamm von ursprünglich 5000 Mitgliedern auf jetzt 1500 Mitglieder geschrumpft. 2004 töteten die Cinta Larga 29 illegale Schürfer einer von dem Stamm betriebenen Diamantanmine. Diese ist heute nach einer Entschädigung des Stammes durch die brasilianische Regierung geschlossen.
Die Cinta Larga betreiben eine Gärtnerei, um den abgeholzten Regenwald wieder aufzuforsten. Außerdem sollen Nutzpflantzen gezüchtet werden, um diese später gewinnbringend zu verkaufen. Gemeinsam mit der Bundespolizei wollen die Cinta Larga den Regenwald schützen. Um die Emission aus Entwaldung und Schädigung des Waldes zu reduzieren, soll der in den Regenwäldern gespeicherte Kohlenstoff in einen monetären Wert umgewandelt werden, damit CO2 - Zertifikate gehandelt werden können, um Anreize zum Schutz des Waldes zu schaffen. Die brasilianische Indianerbehörde Funai berät die Cinta Larga bei dem Zertifikathandel, weil noch keine verbindliches Regelwerk existiert.

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