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Montag, 19. Dezember 2011

Funchal / Madeira

Heute bin ich auf Madeira. Das Schiff liegt im Hafen von Funchal. Im Hafeninfo heißt es:
"Der portugiesische Archipel mit der Hauptinsel Madeira liegt im Atlantik - westlich von Marokko, nördlich von den Kanarischen Inseln und genau 991 Kilometer südwestlich von Portugals Hauptstadt Lissabon. Porto Santo ist die einzige weitere Insel von Bedeutung, die restlichen wie die nahen Ilhas Desertas (Wüsteninseln) und die noch abgelegeneren Ilhas Selvagens (Wilde Inseln) sind alle unbewohnt. Madeira ist 794 Quadratkilometer groß, 56 Kilometer lang, 23 Kilometer breit und wird von ca. 265.000 Menschen bewohnt. Die Hauptstadt ist Funchal mit ca. 102.000 Einwohnern.
Sehenwürdigkeiten von Funchal

Heute blickt die Statue von Zarco, dem Entdecker und ersten Gouverneur von Madeira, auf die Nachkommen der damaligen Siedler herunter. Das Denkmal steht auf dem Platz vor der Bank von Portugal, mitten in Funchal. Nur ein kleines Stück in Richtung Westen entlang der Avenida Arriaga erreicht man das Touristenbüro. Gleich nebenan liegen die wunderschön gestalteten Gärten Jardim Municioal mit einem Teich, einem Freiluft Theater und der Ausgrabungsstätte eines Franziskaner Klosters. Die im Jahre 1861 gebaute Schottische Kirche befindet sich an der Westseite des Gartens. Die Avenida Arriaga führt vom Zarco Denkmal aus in entgegengesetzter Richtung am Palacio de Governo Regional (dem Verwaltungszentrum von Madeira) vorbei zur Kathedrale "Sè de Funchal". Das von außen eher schlichte Gebäude ist zwischen 1485 und 1514 aus dem dunklen Basalt Stein der Insel gebaut worden. Im Inneren allerdings fasziniert das geometrische Design der gemeißelten Decke, der maurische Einfluss ist deutlich erkennbar. Sehenswert ist auch das prächtige, geschnitzte Chorgestühl aus Flandern aus dem 16. Jahrhundert.
Nur 200 Meter nördlich liegt die Praca de Municipio, der Hauptplatz der Innenstadt. Eines der ansehnlichsten Häuser ringsum ist das Rathaus (Camara Municipal), ein umfunktionierter Herrensitz aus dem 18. Jahrhundert, in dem sich heute außer einem kleinen Museum zur Stadtgeschichte auch der Sitz der Stadtverwaltung befindet. Weitere Gebäude von Interesse sind die im 17. Jahrhundert von den Jesuiten errichtete Kirche von Johannes dem Täufer (Igreja de Colègio dos Jesuitas) und das Museum für Sakrale Kunst (Museo de Arte Sacra). Dieses bedeutende Museum  ist in einem Palast aus dem 18. Jahrhundert, einst die Residenz des Bischofs von Funchal, untergebracht. Neben den Skulpturen beeindruckt besonders eine exquisite Gemäldesammlung mit herausragenden Beispielen flämischer Meister aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Beachtenswert sind auch zahlreiche weltliche und sakrale Kunstgegenstände des Landes aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.
Nur 400 Meter von der Kathedrale entfernt, liegt die Markthalle (Mercado dos Lavradores), die bereits 1939 errichtet wurde. Nachdem man sich ostwärts entlang der Rua do Aljube hält, gelangt man durch die Rua Dr. Fernao Ornelas bis zum faszinierenden Markt, der sich in einem zweistöckigen Gebäude (nur teilweise überdacht) befindet. Neben den typischen Obst-, Fleisch-, Käse-, Gemüse- und Fischständen gibt es andere, an denen Kleidungund geflochtene Körbe verkauft werden. Für den frischen Fisch gibt es eine separate Halle, in der man nur hier und in Japan vorkommenden Schwarzen Degenfisch (Espada) bewundern kann.
Über die Calcada do Pico den Hügel hinauf erreicht man die Kirche und den Konvent von Santa Clara (Igreja e Convento de Santa Clara). Ursprünglich im 15. Jahrhundert gebaut, wurde der Konvent im 17. Jahrhundert ausgebaut. Die angrenzende Kirche hat sehr farbenfrohe blau weiß gelbe Kacheln (Azulejos). Im Chor befindet sich auch das Grabmal des Entdeckers Zarco. ....
Gleich nebenan befindet sich das Herrenhaus und Museum Quinta das Cruzes.  Das große Stadthaus wurde einst im Auftrag von Zarco gebaut. Es birgt wahre Schätze  wie z.B. portugiesische Möbel des 16. Jahrhunderts , englische und französische Möbelstücke aus dem 17. und 18. Jahrhundert sowie Münzen, Porzellan Silber und viele andere interessante Gegenstände aus diesen Epochen. Der Garten allein lohnt schon den Besuch.

Herrenhaus Quinta Vigia

Dieses in einem herrlichen Park gelegene Herrenhaus  zeugt vom Reichtum seiner ehemaligen Besitzer. Heute dient das rosa gestrichene Gebäude aus dem 17. Jahrhundert der Regionalregierung Madeiras als Wohnsitz. Daher klnnen nur der Park und die Außenfront besichtigt werden.
Der Botanische Garten (Jardim Botanico) von 1960 besticht durch seine Lage oberhalb von Funchal und seine Vielfalt  an Pflanzen und Blumen. Die wunderschönen Gartenanlagen liegen etwa 200 Meter über dem Meeresspiegel. Im alten Herrenhaus befindet sich außerdem das Museum für Naturgeschichte mit einem Traumblick auf Funchal. ...."
Es gibt vier Sorten des weltberühmten Madeiraweins: 
  1. Malmsey, ein schwerer, süßer Dessertwein,
  2. Boal, ein halbsüßer Dessertwein,
  3. Verdelho, ein halbtrockener Wein und
  4. Sercial, der trockenste, dem Sherry vergleichbare Wein. 

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