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Montag, 12. Dezember 2011

Nestlè: Hsu Fu Chi Fortgang der geplanten Übernahme

Am 06.07.11 hatte ich über die geplante Übernahme von Hsu Fu Chi durch Nestlè berichtet. Zum damaligen Zeitpunkt fehlte eine wettbewerbliche Unbedenklichkeitsbescheinigung des chinesischen Handelsministeriums. Das Ministerium hat keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken angemeldet. Die Haltung des chinesischen Handelsministeriums ist als Signal für eine zunehmend offenere Einstellung gegenüber ausländischen Investoren zu werten.
Hsu Fu Chi, Chinas größter Süsswaren- und Snackhersteller mit einem Marktanteil von 4 Prozent, hat zusammen mit Nestlè, Marktanteil 1, 6 Prozent, keine 6 Prozent Marktanteil, so dass keine marktbeherrschende Stellung vorliegt.
Das jährliche Umsatzpotenzial des chinesischen Süsswarenmarktes ist auf über 70 Mrd. Yuan (8, 5 Mrd. Euro) zu veranschlagen. Die mehrheitliche Übernahme von Hsu Fu Chi festigt im Nestlè Konzern das als unterrepräsentiert geltende Schwellenlängersschäft. Der Konzern will seinen Anteil an diesen Märkten am Konzernumsatz bis 2020 auf 45 (2010 35) Prozent steigern. 
Mit ihren Marken wie Nescafè und Maggi erzielt Nestlè in China einen Umsatz von 2, 8 Mrd. Franken - etwa 2, 5 Prozent des Konzernumsatzes. China ist damit nur der neuntgrößte Markt für Nestlè. Durch die Zukäufe von Hsu Fu Chi und Yinlu Foods steigt der Anteil am Konzernerlös auf etwa 3, 8 Prozent. Das effiziente Vertriebssystem von Hsu Fu Chi verschaffte Nestlè einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen westlichen Konkurrenten.
Hsu Fu Chi ist an der Börse in Singapur gelistet.  Nestlè zahlt an die Aktionäre pro Aktie 4, 35 sing. $. Die Notierung soll nach der Übernahme gelöscht werden.

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