Am Mittwoch, den 21.12.11, ankerte das Schiff im Hafen von Santa Cruz de Tenerife und tankte Treibstoff für die vierzehntägige Überfahrt nach Brasilien. Im Hafeninfo heißt es:
"Teneriffa, die mit 2034 Quadratkilometer größte und wichtigste der Kanarischen Inseln, liegt im Atlantischen Ozean vor der Westküste Afrikas. Sie ist eine Insel der Kontraste mit quirligen Touristenzentren und abgelegenen Dörfern, Sonnen durchfluteten Badestränden und Schnee bedeckten Bergen. Das herausragende Merkmal der Insel ist der Pico de Teide. Mit einer Höhe von 3718 Metern ist der Berg fast 1000 Meter höher als die Zugspitze. Teneriffa ist besonders bei den Deutschen und Briten zu jeder Jahreszeit als Urlaubsziel beliebt.
Sehenwürdigkeitren in Santa Cruz de Tenerife
Die Hauptstadt von Teneriffa wurde im 15. Jahrhundert von Alonso Fernàndez de Lugo gegründet und ist heute eine freundliche Stadt mit ca. 220.000 Einwohnern. Als wichtiger Hafen und Verwaltungszentrum der Region liegt Santa Cruz de Tenerife in einer geschützten Bucht am Fuße des Anaga Gebirges. Die Stadt unterscheidet sich von den bekannten Touristengebieten der Insel und verfügt über eine lange und interessante Geschichte.
Im Mittelpunkt der Stadt liegt die Plaza de Espana, Zentrum des Stadtlebens. Das riesige Denkmal Monumento de los Caidos im Zentrum des Platzes erinnert an die Toten des Spanischen Bürgerkriegs (1936 - 1939). Gleich in der Nähe liegt der große Gebäudekomplex des Palacio Insular, in dem sich auch das Staatliche Fremdenverkehrsbüro befindet.
Weniger als 400 Meter von der Plaza de Espana befindet sich das Museo Municipal de Bellas Artes und die Kirche Iglesia de San Francisco, die im 18. Jahrhundert zum größten Teil renoviert worden ist. Das Museum der Schönen Künste existiert bereits seit mehr als 100 Jahren und verfügt über eine Kollektion von Werken lokaler Künstler und internationaler Meister wie Brueghel und Jordaens. Außerdem sind hier Schiffsmodelle, Waffen und eine Münzsammlung ausgestellt.
Die Iglesia del Nuestra Senora de la Concepciòn ist die älteste und bedeutendste Kirche der Stadt. Sie wurde 1502 gebaut, fiel aber schon 1652 einem Brand zum Opfer. Daher wurde sie im 17. und 18. Jahrhundert umfangreich restauriert. Der charakteristische Glockenturm stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Zu den vielen Schätzen im Inneren gehören der Hochaltar und das herrliche Schnitzwerk des Chorgestühls.
Im alten Hospital gegenüber der Kirche befindet sich das Museo de Ciencias Naturales, welches eine Archäologische und eine Naturwissenschaftliche Abteilung beherbergt. In Ersterer wird eine große Sammlung von Artefakten, wie Mumien, Schädel oder Tongegenstände gezeigt, die aus der Zeit der Ureinwohner (Guanchen) stammen. Außerdem sind Waffen und Rüstungen der spanischen Eroberer des 15. Jahrhunderts zu besichtigen. Der Naturwissenschasftliche Teil gibt einen Überblick über die Fauna und Flora des Archipels.
Ein Muss für den an Geschichte interessierten Besucher ist das Museo Militär Regional an der Calle de San Isidro im Norden der Stadt. Zur Ausstellung gehören einige der Kanonen, die zur Verteidigung von Santa Cruz gegen die von Admiral Nelson angeführte Britische Marine im Jahre 1797 dienten.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Parque Municipal Garcia Sanabria, ein riesiger Stadtpark, sowie der Mercado de Nuestra Senora de Africa, der wichtigste Markt der Stadt. ...
Im Mittelpunkt der Stadt liegt die Plaza de Espana, Zentrum des Stadtlebens. Das riesige Denkmal Monumento de los Caidos im Zentrum des Platzes erinnert an die Toten des Spanischen Bürgerkriegs (1936 - 1939). Gleich in der Nähe liegt der große Gebäudekomplex des Palacio Insular, in dem sich auch das Staatliche Fremdenverkehrsbüro befindet.
Weniger als 400 Meter von der Plaza de Espana befindet sich das Museo Municipal de Bellas Artes und die Kirche Iglesia de San Francisco, die im 18. Jahrhundert zum größten Teil renoviert worden ist. Das Museum der Schönen Künste existiert bereits seit mehr als 100 Jahren und verfügt über eine Kollektion von Werken lokaler Künstler und internationaler Meister wie Brueghel und Jordaens. Außerdem sind hier Schiffsmodelle, Waffen und eine Münzsammlung ausgestellt.
Die Iglesia del Nuestra Senora de la Concepciòn ist die älteste und bedeutendste Kirche der Stadt. Sie wurde 1502 gebaut, fiel aber schon 1652 einem Brand zum Opfer. Daher wurde sie im 17. und 18. Jahrhundert umfangreich restauriert. Der charakteristische Glockenturm stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Zu den vielen Schätzen im Inneren gehören der Hochaltar und das herrliche Schnitzwerk des Chorgestühls.
Im alten Hospital gegenüber der Kirche befindet sich das Museo de Ciencias Naturales, welches eine Archäologische und eine Naturwissenschaftliche Abteilung beherbergt. In Ersterer wird eine große Sammlung von Artefakten, wie Mumien, Schädel oder Tongegenstände gezeigt, die aus der Zeit der Ureinwohner (Guanchen) stammen. Außerdem sind Waffen und Rüstungen der spanischen Eroberer des 15. Jahrhunderts zu besichtigen. Der Naturwissenschasftliche Teil gibt einen Überblick über die Fauna und Flora des Archipels.
Ein Muss für den an Geschichte interessierten Besucher ist das Museo Militär Regional an der Calle de San Isidro im Norden der Stadt. Zur Ausstellung gehören einige der Kanonen, die zur Verteidigung von Santa Cruz gegen die von Admiral Nelson angeführte Britische Marine im Jahre 1797 dienten.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Parque Municipal Garcia Sanabria, ein riesiger Stadtpark, sowie der Mercado de Nuestra Senora de Africa, der wichtigste Markt der Stadt. ...
Historischer Rückblick
Heimat der Guanchen
Die Kanarischen Inseln waren den Römern mit Sicherheit bekannt; sie werden in zeitgenössischen Schriften als die "Glücklichen Inseln" beschrieben. Die Ureinwohner waren die Guanchen, welche - so wird angenommen - die Inseln von Nordafrika aus kommend ca. 500 - 800 v. Chr. besiedelten. Es handelte sich um ein primitives Volk von Höhlenbewohnern, die mit den Menschen aus der Steinzeit verglichen werden und Ackerbau und Viehzucht betrieben.
Die spanischen Eroberer
Während des 15. Jahrhunderts wurden die Kanarischen Inseln zum Ziel der sich ausbreitendebn spanischen Kolonisation. Der andalusische Adlige Alonso Fernàndez de Lugo führte bei der Eroberung von Teneriffa die spanischen Truppen an. Das Volk der Guanchen zeigte zu Anfang starken Widerstand gegen die Angriffe und erzielte bei den Schlachten sogar einige Erfolge. Doch im Jahre 1495 mussten sich die Bewohner Teneriffas angesichts der spanischen Überlegenheit und überlegenen Feuerkraft geschlagen geben. Das Dorf La Victoria ist etwa 27 Kilometer von Santa Cruz de Tenerife, kurz Santa Cruz genannt, entfernt. Es wurde exakt an der Stelle der letzten entscheidenden Schlacht errichtet.
Blake, Jennigs, Nelson und Bligh
Von da an bis 1936 gab es nur vier wichtige historische Ereignisse im Zusammenhang mit Teneriffa - und drei davon haben mit Angriffen der Britischen Marine auf die Insel zu tun. Der erste war im April 1657, als Admiral Blake eine ganze Flotte spanischer Schatzschiffe in der Bucht von Santa Cruz zerstörte. Unglücklicherweise starb der siegreiche britische Admiral drei Monate später, als sich seine Flotte bei der Rückkehr gerade dem Hafen von Plymouth näherte. Der zweite Angriff geschah im Jahr 1706 während der spanischen Erbfolgekriege; Admiral Jennings versuchte damals vergeblich, die Inseln zu erobern. Die dritte historische Schlacht um Santa Cruz focht Admiral Horatio Nelson am 24.07.1797 mit einer Flotte von acht Schiffen. Ebenfalls ein recht ruhmloses Unterfangen, zumal Nelson bei dieser Gelegenheit auch noch seinen rechten Arm verlor. Ein verhältnismäßig glücklicheres Ereignis fand im Januar 1788 statt, als die "Bounty" unter dem Kommando von Kapitän Bligh in den Hafen von Santa Cruz einlief. Die "Bounty" war nach dem Auslaufen von England in heftige Stürme geraten und bedurfte nach ihrer Rettung einihger Reparaturen; außerdem musste der Proviant dringend aufgebessert werden. Lebensmittel waren in diesen Tagen knapp, aber 863 Gallonen fanden ihren Weg in den Schiffsbauch. Solchermaßen wieder aufgefüllt und repariert, setzte die "Bounty" Segel Richtung Tahiti, um Brotbaumfrüchte nach Europa zu bringen. Auf dem Rückweg kam es im April 1789 an Bord des Schiffes zur wohl berühmtesten Meuterei in der englischen (und Film-) Geschichte.
Franco und Spanischer Bürgerkrieg
Einen Beitrag zur spanischen Geschichte leistete die Insel Teneriffa im Jahre 1936, als sich hier General Francisco Franco (1892 - 1975) damals Kommandeur der Region der Kanarischen Inseln, mit seinen nächsten Offizieren traf, um einen Militärputsch zu planen, der schließlich zum Spanischen Bürgerkrieg führte.
Das moderne Teneriffa
Vor einigen Jahrzehnten begann Teneriffa, sich recht rasant zu einer der führenden Destinationen der westeuropäischen Reiseveranstalter zu entwickeln. Dass sich die Insel dabei allmählich verändert hat, war unvermeidlich, aber in den abgelegenen ländlichen Gebieten geht das Leben weiterhin seinen gewohnt gelassenen Gang. Fast die Hälfte der Inselbevölkerung lebt in und um San Cristòbal de la Laguna und Santa Cruz de Tenerife, bis heute die beiden wichtigsten Städte Teneriffas.
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