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Montag, 15. August 2011

DAX, MDAX und SMI Wochenbericht (8. - 12.08.11) Schlußbetrachtung

In der Zeit zwischen dem 26.07.11 und dem 12.08.11 verlor der DAX trotz seiner Erholung am Donnerstag, den 11.08.11, und am Freitag, den 1^2.08.11, 20 Prozent. Am 27.07.11 begann die elftägige Verlustserie des DAX, so lange wie zuletzt in den siebziger Jahren.
Über den Grund der Verlustserie rätseln die Marktteilnehmer. Es gibt verschiedene Erklärungsversuche.
Die Abwärtsrisiken in der westlichen Hemisphäre wiegen so schwer, weil die Staaten nach den Rettungspaketen der Finanzkrise den Nachfrageausfall in der Privatwirtschaft durch Konjunkturprogramme nicht mehr ausgleichen können mit der Folge zurückgehender Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre.
Für 2011 erwarten Fachleute ein Wachstum der Weltwirtschaft von 4, 0 Prozent anstatt 4, 3 Prozent und 2012 4, 3 anstatt 4, 7 Prozent.
Diese Anpassungen können den dramatischen Kurssturz nicht erklären. Seit 1965 gab es nur zwei Situationen mit noch stärkeren Kursrückgängen, nämlich den Schwarzen Montag im Oktober 1987 mit einem Kursverlust von mehr als 25 Prozent binnen einer Woche und den Einbruch nach dem Untergang von Lehman Brothers im Herbst 2008. Mit dem jetzigen Kursrückgang preisten die Aktienmärkte einen Gewinnrückgang der Unternehmen von 10 bis 15 Prozent in 2012 ein. Bislang ging der Markt übereinstimmend von einem Gewinnanstieg von 15 Prozent aus. Der eingepreiste Gewinnrückgang dürfte allerdings übertrieben sein.
Eine andere Erklärung stellt auf die negativen Auswirkungen durch bevorstehende Sparmaßnahmen der Staaten mit einer hohen Staatsverschuldung wie die Vereinigten Staaten, Italien, Spanien, Griechenland, Portugal, Irland und auch Frankreich ab.
Der Erwartung steigender Gewinne der DAX Unternehmen lag die Annahme von Gewinnzuwächsen in den Schwellenländern und zumindest stabilen Erträgen in den etablierten Märkten der westlichen Welt. Diese Erwartung ist eingetrübt, weil die Nachfrage nachläßt. Die gedämpfte Nachfrage trifft auf kräftig ausgebaute Kapazitäten. Diese Kombination wirkt sich auf die Profitabilität der Unternehmen aus.
Der SMI fiel am Montag, den 08.08.11, auf 4791 und stieg nach einer technischen Gegenbewegung am Freitag auf 5278 Punkte. Am Freitag hatte der SMI 4 Prozent gewonnen. Nach Vorlage der Halbjahreszahlen gewann Nestlè in der Spitze 5 Prozent.

Gewinner / Verlierer

  1. Nestlè            + 3, 36 %
  2. Euro in Dollar   + 0, 9 %    
  3. Leoni AG           - 15, 31 %
  4. Deutsche Bank      - 14, 1 %
  5. Allianz            - 12, 3 %
  6. SAP                - 9, 9 %
  7. DAX                - 9, 6 %
  8. Thyssen Krupp      - 9, 4 %
  9. MDAX               - 3, 4 %
  10. Roche GS           - 2, 02 %

Der Kursrückgang hinterläßt seine Spuren. Stark gebeutelt sind die Finanzwerte. Der DAX hält sich im Mittelfeld. Nestlè profitiert von seinen Halbjahreszahlen. Auch der Euro konnte gegenüber dem Dollar zulegen.

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