Rückkehr zur Demokratie
1950 wählte das Volk Vargas erneut zum Präsidenten. Er beging 1954 Selbstmord, nachdem sich die Vereinigten Staaten gegen seine sozialistische Politik stellten und als Folge dieser politischen Einmischung die Rechte und die Armee seinen Rücktritt forderten. Sein Nachfolger wurde Juscelino Kubitschek. Mit Hilfe der Partido Trabalhista Brasileiro (PTB) sorgte er für ausländische Investoren, die die Wirtschaft ankurbelten. 1960 erfolgte die Wahl von Janio da Silva Quadros zum brasilianischen Präsidenten. Er trat sein Amt 1961 an und versuchte, die Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten zu lösen und den defizitären Staatshaushalt zu konsolidieren. Nach wenigen Monaten trat er zurück. Kurz nach der Einweihung der neuen Hauptstadt Brasilia folgte ihm als Nachfolger sein bisheriger Vizepräsident Joao Goulart. Wegen seiner Umstrittenheit waren die Befugnisse von Goulart in den ersten drei Präsidentschaftswahlen nur eingeschränkt.
Zeit der Militärdiktatur
Nach einem Militärputsch erfolgte 1964 die Absetzung von Joao Goulart. Marschall Humberto Castelo Branco als Nachfolger des abgesetzten Präsidenten unterdrückte die linke Opposition. 1965 verabschiedete die Militärregierung ein die bürgerlichen Freiheiten einschränkendes Gesetz, das außerdem der Regierung weitere Machtbefugnisse zusprach und die Wahl des Präsidenten und des Vizepräsidenten durch den Kongress vorschrieb.
1966 erfolgte die Wahl des ehemaligen Kriegsministers Marschall Artur da Costa e Silva, Kandidat der Regierungspartei ARENA (Alianca Renovadora Nacional; deutsch: Allianz zur nationalen Erneuerung) zum brasilianischen Präsidenten. Die Brasilianische Demokratische Bewegung (MDB, Movimento Democratico Brasileiro) als einzige legale Oppositionspartei stellte keinen Kandidaten für die Wahl auf, weil die Militärregierung keinen ernst zu nehmenden Gegenkandidaten zugelassen hatte. 1966 gewann die ARENA die National- und Parlamentswahlen. 1968 fanden Studentenunruhen und Streiks statt, so dass als Folge politische Säuberungen und Zensur erfolgten. Nach der Entmachtung Costat im August 1969 ernannte das Militär General Emilio Garrastaza Medici zu seinem Nachfolger, den der Kongress anschließend zum Präsidenten wählte. Der römisch katholische Klerus kritisierte die Politik der Militärregierung, insbesondere die Bedingungen der armen Bevölkerung, immer öfter.
1974 erfolgte die Wahl des ehemaligen Generals Ernesto Geisel, Präsident der Petrobras, der staatlichen Ölmonopolgesellschaft, zum brasilianischen Präsidenten. Wegen der politischen Stabilität und der gezielten Förderung der Industrie boomte die Wirtschaft. Viele Gesellschaften, auch aus Deutschland, haben in den siebziger Jahren in Brasilien investiert.
Nach einer deutlichen Abschwächung der Repression Anfang der achtziger Jahre ließ die Militärregierung 1985 aus Mangel an geeigneten Kandidaten aus ihrem Militärkader und inmitten einer Wirtschaftskrise mit galoppierender Inflation freie Wahlen zu.
An dieser Stelle möchte ich die Darstellung für heute beenden- Morgen werde ich abschließend zur Demokratie seit 1985 posten
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