Ich habe gerade eben eine DVD aus der Serie "Alte Kulturen" gesehen. Sie hieß erste Christen. In ihr ging es um Paulus und die Christen in Kappadokien.
Paulus, ein Jude aus Tarsos in Anatolien, gilt als der eigentliche Begründer des Christentums, weil er durch seine Reisen im Osten des Imperium Romanum das Christentum verbreitet und mehr als die Hälfte des Neuen Testanebts verfasst hat. Tarsos lag zu Lebzeiten des Paulus am Mittelmeer und war rinr wohlhabende Hafenstadt mit Forum und Basilika. Die Eltern von Paulus waren vermögende Juden, die ihm eine entsprechende Erziehung bieten konnten. Paulus besaß das römische Bürgerrecht und hieß ursprünglich Saulus.
Nach Abschluss seiner Ausbildung ging er nach Jerusalem, um dort seine religiöse Ausbildung fortzusetzen. Dabei kam er in Kontakt mit der Lehre von Jesus von Nazareth. Gemeinsam mit Gefolgsleuten des Hohepriesters bekämpfte er die frühen Christen. Im Neuen Testament heißt es, dass er an der Steinigung des Stephanus beteiligt war. Als er geflohene Christen auf der Straße nach Damaskus verfolgte, erfolgte seine Bekehrung. In Damaskus taufte man ihn . Nach seiner Taufe nannte er sich Paulus.
Er wandelte sich zum glühenden Anhänger des Christentums und begann seine Missionstätigkeit. Ihr Schwerpunkt befand sich in Ephesos, wo sich der Artemistempel, der größte antike Tempel, befand. Im römischen Amphitheater mit 25.000 Zuschauern predigte er die neue Religion. Der Silberschmied Demetrios wiegelte die Bevölkerung gegen die neue Relihion auf, weil er befürchtete, sein einträglicher Devotionalienhandel könne Schaden nehmen. Es kam zu einem Aufruhr. In dessen Folge verhaftete die Obrigkeit Paulus und warf ihn ins Gefängnis. Nach seiner Freilassung musste er Ephesos verlassen. Paulus setzte seine Missionstätigkeit fort. In Jerusalem verhaftete ihn die Obrigkeit erneut. Als römischer Bürger appellierte Paulus an den Kaiser. Daraufhin brachten ihn die Römer nach Rom, wo ihn Kaiser Nero nach dem Brand Roms, den die Christen gelegt haben sollten, hinrichten ließ.
In Kappadokien, einer vulkanischen Landschaft Anatoliens, lebten frühe Christen, die von Paulus bekehrt worden sein sollen. Sie errichteten in der vulkanischen Landschaft prachtvolle Kirchen. Mit dem Rückgang des Imperium Romanum drangen nicht christliche Mächte vor, so dass die Christen in den Untergrund gingen und sich in ein weit verzweigtes Höhlensystem zurückzogen, wo sie unterirdische Kirchen und Wohnungen errichteten.
Zum Finnisch - Sowjetischen Winterkrieg 1939 / 1940 ist anzumerken: Am 30.11.1939 drang die Rote Armee unter dem Kommando von Marschall Kirill Merezkow im so genannten Winterkrieg über die 950 Kilometer lange Grenze in Finnland ein. Sie griff mit 1.500 Panzern und 3.000 Flugzeugen an und ging von einem schnellen Sieg aus. Die Verluste der Roten Armee betrugen 200.000 Mann, die finnische Armee verlor nur 25.000 Mann. Schweden unterstützte Finnland, ohne allerdings auf seine Neutralität zu verzichten. Das Vereinigte Königreich und Frankreich planten, die Sowjetunion anzugreifen, aber sie griffen nicht ein, weil beide Staaten nicht noch einen weiteren Kriegsgegner haben wollten. Das Deutsche Reich sympathisierte mit Finnland, es unterstützte das Land wegen des Nichtangriffspaktes mit der Sowjetunion nicht.
Der am 12.03.1940 unterzeichnete Friedensvertrag bestimmte, dass Finnland Teile der Karelischen Landenge und die Fischerhalbinsel (Kalastajansaarento) am Nordmeer an die Sowjetunion abtreten musste.Als direkte Reaktion auf den sowjetischen Angriff erfolgte die Teilnahme Finnlands 1941 im Fortsetzungskrieg am Rußlandfeldzug des Deutschen Reichs, um die verlorenen Gebiete zurückzuerobern.
Stalin reorganisierte als wesentliche Folge des Winterkriegs die Rote Armee und rehabilitierte Offiziere, die während des Großen Terrors nach Sibirien verbannt worden waren. Diese Reorganisation war im wesentlich für die größere Kampfkraft der Roten Armee 1941 veranwortlich, als die Wehrmacht es erwartet hatte.
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