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Samstag, 12. Februar 2011

Tagebuch vom 12-02.11

Heute habe ich die 9. Folge von The War gesehen. Darin ging es um die weit verstreuten Kriegsschauplätze, deren Lage und Ortsbezeichnungen dem durchschnittlichen US Staatsbürger vor dem Zweiten Weltkrieg unbekannt waren. Die Amerikaner hörten zwei Mal am Tag umfangreiche Radionachrichten, in denen auch über den Krieg berichtet wurde. Manche Radiohörer hatten einen Weltatlas neben sich liegen, um die Standorte der alliierten Armeen zu markieren. Fernseher gab es zu dieser Zeit noch nicht.
In Europa vertrieben die Amerikaner und ihre britischen Verbündeten die Wehrmacht aus Frankreich und näherten sich der deutschen Reichsgrenze. Das Oberkommando ging davon aus, dass der Krieg Ende 1944 beendet sei. Diese Annahme sollte sich nicht erfüllen, weil die Wehrmacht erbitterten Widerstand leistete.
Das Oberkommando plante, in der größten Luftlandeoperation Fallschirmjäger hinter den deutschen Linien am sogenannten Siegfrieds- oder Westwall abzusetzen, um die Brücke von Arnheim, einen wichtigen Rheinübergang, zu erobern, damit man schnell in das Deutsche Reich eindringen konnte. Zur Unterstützung der Luftlandeoperation sollten amerikanische und britische Panzerverbände von Frankreich aus schnell durch Belgien in die Niederlande vorstoßen. Die Panzerverbände kamen nicht so schnell wie erwartet voran. Die abgesetzten Fallschirmjäger wurden durch die begeisterte Bevölkerung aufgehalten, so dass sich massiver deutscher Widerstand formieren konnte, bis die Luftlandeoperation nach schweren Verlusten abgebrochen werden musste.
Im Osten vertrieb die Rote Armee die Wehrmacht aus Russland, der Ukraine und Polen. Sie nahm 700.000 Landser gefangen. Die Rote Armee drang in den Osten des Deutschen Reiches vor.
Im Pazifik eroberten amerikanische Truppen nach verlustreichen Kämpfen mit der japanischen kaiserlichen Armee Insel um Insel, um immer näher an Japan heranzurücken.
Später habe ich mir einen Kriminalfilm nach einem Roman von Donna Leon, deren Romane ich sehr schätze, angesehen. Der Film hieß "Blutige Steine". In ihm werden zwei Angolaner, die Waffen für den Bürgerkrieg kaufen sollten, im Auftrag der italienischen Regierung von einem Killer ermordet, weil sich die italienische Regierung gegenüber der angolanischen Regierung verpflichtet hat, die Rebellen im angolanischen Bürgerkrieg nicht zu unterstützen, um nach Beendigung des Bürgerkrieges zehn Jahre nach Diamanten schürfen zu dürfen. Es ist amüsant zu sehen, wie sich Commissario Brunetti gegen Vizequestore Patta durchsetzt und dabei von seinem Kollegen und Signorina Electra, der Vorzimmerdame des Vizequestore, unterstützt wird. Die Kamera zeigt dabei Venedig, wie man es aus vielen Prospekten kennt.
Ich selbst habe 2009 Venedig besucht. Es war eine gut organisierte Führung durch die Stadt, bei der ich die Hauptsehenswürdigkeiten gesehen habe. Ich bin auf dem Markusplatz gewesen, habe im Cafè Florian wie auf einer Bühne einen Espresso Imperatore genossen, bin über die Rialtobrücke gelaufen, war im Markusdom, im Dogenpalast und bin auf dem Canal Grande gefahren. Es war beeindruckend. Diese Eindrücke finden sich immer wieder in den Büchern von Donna Leon.
Ich habe angefangen, einen Abriss der brasilianischen Landesgeschichte in Form eines Post zu verfassen. Da dieser Abriss nicht so kurz ausfallen wird wie Teile meines Reiseberichts, werde ich einige Tage daran schreiben.

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