Herman Melville hat mit seinem Moby Dick eine Art Enzyklopädie des Wals verfaßt. Zum besseren Verständnis seines Romans ist es deshalb sinnvoll, sich mit den Walen zu beschäftigen. Nachdem ich bereits über den Pottwal und die Systematik des Wals geschrieben habe, möchte ich heute auf die Zahnwale eingehen.
Die Zahnwale, eine der beiden Unterordnungen der Wale, haben im Gegensatz zu den Bartwalen viele Zähne, bis zu 100 bei einigen Delfinen, und fressen Fleisch, wobei sie sich hauptsächlich von Fischen, Tintenfischen und Meeressäugern ernähren.
Kleiner als die Bartenwale sind die Zahnwale bis auf den Pottwal, der zu den Großwalen gehört, klein bis mittelgroß und haben im Unterschied zu den Bartenwalen nur ein einziges Blasloch.
Die meisten Zahnwale schwimmen schnell und reiten gelegentlich auf Wellen, etwa den Bugwellen von Schiffen, besonders Delfine, die bekanntlich akrobatisch springen.
Zahnwale geben Pfeiflaute zur Kommunikation von sich und benutzen Ultraschalltöne zur Echoortung insbesondere bei der Jagd.
Sie bilden Gruppen, sogenannte Schulen, von einigen bis zu einem Dutzend Tieren, schließen sich vorübergehend bis zu tausend Walen zusammen, beherrschen komplexe Leistungen bei der Kooperation zur Jagd auf Fischschwärme und zeigen in Gefangenschaft eine hohe Lernfähigkeit, so dass Zoologen sie zu den intelligentesten Tieren zählen. Große Tümmler, Schwertwale und Belugas bilden für Ozeanarien und Zoos eine große Attraktion.Zahnwale
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