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Sonntag, 20. Februar 2011

Tagebuch vom 20-02.11

Nachdem ich gestern über das Mittelalter gepostet hatte, habe ich heute eine DVD aus der Serie Alte Kulturen über die Denkmäler Roms gesehen. Wie ich schon geschrieben habe, interessiere ich mich für alte Geschichte und habe neben meinem juristischen Studium auch einige Semester Alte geschichte studiert. Mein Interesse für dieses Studienfach ist während meines Berufslebens erhalten geblieben. Bevorzugte Interessengebiete sind Ägypten, das ich besucht habe, Griechenland, wohin mich meine Abiturfahrt geführt hat, und Italien, das ich mehrmals besucht habe, insbesondere Florenz, Mailand, Rom, Venedig, Neapel, Amalfi, Sorrent, Palermo, Messina und Capri.
Die Denkmäler Roms beschäftigten sich mit vier Bauwerken, nämlich dem Kolosseum, dem Pantheon, den Caracalla Thermen und dem Forum Romanum.
Das Kolosseum, auch Flavisches Theater nach der Dynastie der Flavier benannt, deren Ahnherr Vespasian den Bau in Auftrag gegeben hat, ist das größte antike Amphitheater. Vespasian hat den Bau mit dem Geld, das er durch die Eroberung Jerusalems eingenommen hat, finanziert. Während der Bauzeit verstarb er. Sein Sohn Titus eröffnete das Theater mit Gladiatorenkämpfen, Tierhatzen und Naumachien, Seegefechten auf einem künstlichen See. Bei dem Gladiatorenkampf zur Eröffnung kam es zu einem denkwürdigen Gefecht, das der Dichter Martial beschrieben hat. Beide Kämpfer waren ebenbürtig, so dass der Kaiser den Kampf als unentschieden wertete. Es ist der einzige unentschiedene Ausgang.
Das Pantheon ließ Agrippa, der geniale Stratege der Seeschlacht von Actium, in der Octavian, der spätere Kaiser Augustus, seinen Widersacher Marcus Antonius besiegte, erbauen. Es handelt sich um einen Rundtempel, der ursprünglich allen antiken Göttern geweiht war und später als Kirche genutzt wurde. In ihr liegt Raffael begraben.
Die Caracalla Thermen ließ Kaiser Caracalla erbauen. Von ihr sind nur noch Ruinen erhalten. Es muss ein prächtiges Bauwerk gewesen sein mit Bädern, in denen Männer und Frauen zu bestimmten Zeiten getrennt badeten, mit Sportstätten, Bibliotheken und Massageeinrichtungen. Das Gebäude enthielt Marmorstatuen. Es war luxuriös.
Das Forum Romanum war seit alten Zeiten das religiöse und politische Zentrum Roms. Auf ihm befanden sich die wichtigsten Tempel und die Basilika, in der der Senat tagte. Augustus ließ das Forum umbauen, um die alten Holzbauten durch Marmorgebäude zu ersetzen. Niemand weiß, wie das Forum vor dem Umbau ausgesehen hat. Die Kaiser Trajan und Hadrian erweiterten das Forum, wobei Hadrian das Trajansforum mit der Trajanssäule vollendete, weil Trajan, der erste römische Kaiser aus Spanien, während der Bauzeit verstarb. Die Trajanssäule zeigt Bilder der Eroberung Dakiens durch die Truppen Trajans.
Zum Zweiten Weltkrieg läßt sich im Überblick sagen, dass der Krieg zwischen den Achsenmächten und den Alliierten das Weltgeschehen nach dem krieg über die Politik und die Kriegsführung hinaus in den meisten wirtschaftlichen, technologischen, sozialen und kulturellen Zusammenhängen prägte. Die weltanschaulichen Gegensätze und Machtinteressen der zweckverbündeten Sieger vereinigte Staaten und Sowjetunion gingen nahtlos in den Kalten Krieg über, in dem sich zwei Staatenblöcke unter der jeweiligen Führung der Supermächte gegenüberstanden.
Im Zweiten Weltkrieg starben 55 ,bis 60 Millionen Menschen, wobei die Sowjetunion und China Verluste in zweistelliger Millionenhöhe zu beklagen hatten. Ihn prägte eine starke Ideologisierung mit rassistischen Zielen. Dadurch kam es zu zahlreichen Kriegsverbrechen und gewaltsamen, systematischen Übergriffen auf Kriegsgefangene oder Zivilbevölkerung..Das passierte insbesondere in den Gebieten, die Deutschland unter dem Nationalsozialismus oder das kaiserliche Japan kontrollierten. Die Besatzer betrachteten die dort ansässigen Bevölkerungsgruppen als minderwertig. Mit dem nationalsozialistischen Ziel  des Lebensraumgewinns und der Blut - und - Boden - Ideologie verband sich untrennbar die von Adolf Hitler im Januar 1939 im Falle eines Krieges angedrohte Vernichtung der "jüdischen Rasse" in Europa. Neben sechs Millionen Juden fielen ungefähr vier Millionen Angehörige anderer Volksgruppen, insbesondere Slawen, dem ideologisch geprägten vernichtungskrieg zum Opfer. Eine millionenfache Entwurzelung in Form von Emigration. kriegsbedingter Flucht und vertreibung ganzer Bevölkerungsgruppen führte zu vielfachen individuellen Umwälzungen. Die Kampfhandlungen betrafen die Zivilbevölkerung stärker als im Ersten weltkrieg. Abgesehen von der Versorgungslage, waren die rasche Weiterentwicklung der Rüstungs- und Flugzeugindustrie einerseits und die billigende Inkaufnahme ziviler Opfer durch die Terror - Strategien andererseits, in deren Zusammenhang die Kriegsteilnehmer oft neuartige Waffen einsetzten, ursächlich. Den Zerstörungseffekt der großflächigen Bombardierung ganzer Städte in Europa und Asien mit teils 1.000 Bombenflugzeugen erzielten die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki mit nur einem Bomber. Mit den Abwürfen führten die Vereinigten Staaten noch vor Kriegsende die Macht dieser neuen Massenvernichtungswaffe vor. Nur Japan setzte im Krieg gegen China chemische Waffen ein.
Mehrere voneinander abgegrenze Kriegsschauplätze liefen zusammen im Zweiten Weltkrieg, dessen Beginn umstritten ist. Japan drang 1937 zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahrhunderts in China ein. In Europa brach der Krieg im September 1939 mit den Angriffen des Deutschen Reiches und der Sowjetunion auf Polen aus, nachdem kurz zuvor beide Staaten im deutsch - sowjetischen Nichtangriffspakt die Interessengebiete für militärische Expansionen abgesteckt hatten. Großbritannien und Frankreich hatten vorher Polen diplomatisch unterstützt, erklärten dem Deutschen Reich den Krieg, griffen jedoch nicht ein und gingen nicht gegen die Sowjetunion vor. Auf See tobte eine mehrjährige Atlantikschlacht. Im Winter 1939 / 40 kam kein Friedensschluss zustande, so dass die Pattsituation an Land, der "Sitzkrieg", mehr als ein halbes Jahr dauerte.
Im Frühjahr 1940 vereitelte das Deutsche Reich mit dem "Unternehmen Weserübung" einen britischen Zugriff auf Norwegen. Im anschließenden Westfeldzug schlug das Deutsche Reich Frankreich nach wenigen Wochen; der Kern der britischen Armee rettete sich jedoch aus Dünkirchen auf die Insel. Während der Kolaboration Frankreichs mit dem Deutschen Reich nach seiner Kapitulation verteidigte sich Großbritannien in der Luftschlacht um England und auf See erfolgreich. Der Expansionsversuch Benito Mussolinis im Mittelmeerraum scheiterte, so dass im Frühjahr 1941 deutsche Truppen in Nordafrika und kurz danach auch auf dem Balkan eingreifen mussten. Diese ungeplante Ausdehnung des Kriegsschauplatzes verzögerte den deutschen Überfall auf die bis dahin verbündete Sowjetunion um mehrere Wochen. Eine Eroberung Moskaus vor Wintereinbruch scheiterte. Im Dezember 1941 führte der japanische Angriff und die anschließende deutsche Kriegserklärung an die Vereinigten Staaten dazu, dass die Vereinigten Staaten, die Großbritannien und die Sowjetunion durch das Leih- und Pachtfesetz schon wirtschaftlich unterstützt hatten, nun auch militärisch mit voller Kraft in den Krieg eingriffen. Mit dem Kriegsschauplatz im Pazifikraum gewannen die getrennten Konflikte eine gemeinsame weltpolitische Dimension, die zwei Drittel aller Nationen und drei Viertel der Weltbevölkerung umspannte.
Als Italien 1943 die Seite wechselte, schied Mussolini als Machtfaktor aus. Nach dem Selbstmord Hitlers erfolgte kurz darauf die Kapitulation der Wehrmacht mit dem Ende des Krieges in Europa am 08.05.1945. Am 02.09.1945 kapitulierte Japan.

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