Tagebch, Reisen und mehr

Donnerstag, 17. Februar 2011

Tagebuch vom 17.02.11

Heute habe ich Folge 14, die letzte, von The War gesehen. Sie hieß "Eine Welt ohne Krieg". Da der Krieg in Europa mit der Kapitulation des Deutschen Reiches vom 08.05.1945 geendet hatte, ging es nur noch um den Krieg gegen Japan, von dem das amerikanische Oberkommando überzeugt war, ihn auf jeden Fall zu gewinnen. Es war eine Frage der Zeit und eine Frage der Opfer.
Der Kampf um Okinawa dauerte immer noch an, weil die kaiserliche japanische Armee erbitterten Widerstand leistete. Letztendlich starben 28.000 japanische Soldaten, 100.000 Zivilisten und 12.000 amerikanische Soldaten. Außerdem wurden 50.000 Amerikaner verwundet. Das amerikanische Oberkommando befürchtete furchtbare Verluste bei einem Angriff auf die japanischen Haupzinseln. Nach seinen Berechnungen würde der Krieg bis 1948 dauern. Um diesen blutigen Krieg zu verkürzen beschloss der amerikanische Präsident Truman gemeinsam mit dem Oberkommando, zwei Atombomben auf japanische Großstädte zu werfen, um den Krieg früher als geplant zu beenden. Diese Überlegung traf zu; denn nach dem Abwurf der Atombomben kapitulierte der japanische Kaiser, um weiteres Blutvergießen zu vermeiden. Mit dieser Kapitulation endete der Zweite Weltkrieg.
Die amerikanischen Soldaten kehrten heim. Es wurde gefeiert. Viele Soldaten taten sich schwer, sich wieder in das zivile Leben einzugliedern. Die Armee musste Hilfsprgramme starten, um Soldaten zu helfen. Viele litten ihr ganzes Leben unter den Kriegsfolgen. Manche haben sie literarisch in Tagebüchern verarbeitet.
Die Serie hat exemplarisch an Einzelschicksalen den Krieg und seine Folgen gezeigt. Es war eine eindrucksvolle Mischung von offiziellem und privatem Filmmaterial sowie persönlichen Erläuterungen. Die Erzählungen waren sachlich ohne Groll und Hass, obwohl viele Kriegsteilnehmer furchtbare Erlebnisse hinter sich hatten. Bei einer so persönlichen Sichtweise konnten nicht alle Aspekte des Weltkrieges dargestellt werden.
Die Serie hat verdeutlicht, dass die Vereinigten Staaten durch ihre geografische Lage von Europa eine andere Sichtweise haben. Während in Europa bereits seit dem 01.09.1939 der Krieg tobte, lebten die Amerikaner bis zum Angriff auf Pearl Harbour unbeschwert im Frieden. Diese andere Sichtweise von Europa darf auch heute nicht vergessen werden. Deshalb steht es Europäern schlecht an, sich Amerikanern gegenüber arrogant und besserwisserisch aufzuführen. Es ist wichtig, einander zu verstehen, um dann gemeinsam Probleme zu lösen. Reisen aus Europa in die Vereinigten Staaten, um das Land kennenzulernen, sind sehr wichtig.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen