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Freitag, 9. September 2011

Tagebuch vom 09.09.11

Ich habe heute im SPIEGEL einen Artikel über den Anschlag in New York vom 09,11,01, nine / eleven, gelesen. Ein Reporter beschreibt seine Erlebnisse mit Leuten, mit denen er an dem Tag des Anschlags in einem Keller in New York zusammen war. um dem Einsturz der Zwillingstürme zu entgehen. Es war fasznierend, auf welche unterschiedliche Weise die Leute psychisch mit dem furchtbaren Ereignis umgingen. Sie entstammten alle unterschiedlichen Schichten. Einer war Polizist. Er half anderen Leuten in den Keller. Heute arbeitet er weiter als Polizist, aber in der Verwaltung. Bald geht er in Frührente, wird dann aber anders sein Geld verdienen. Ein Ehepaar, ursprünglich in einem der Zwillingstürme beschäftigt, hat seinen früheren Beruf aufgegeben und arbeitet jetzt in einer anderen Firma. Ein Mann, ursprünglich selbstständig, hat durch den Anschlag seine gesamte berufliche Existenz verloren und muss jetzt wieder von vorne anfangen. Ein Student hat nach dem Anschlag neue berufliche Perspektiven gefunden. Aus diesem Artikel wird deutlich, was die Vereinigten Staaten von Europa unterscheidet. In den Vereinigten Staaten kann jemand einen beruflichen Neuanfang wagen, ohne dass jemand nach seinem vorangegangenen Beruf fragt. In Europa fragt keder Arbeitgeber aus Sicherheitsgründen nach den vorangegangenen beruflichen Kenntnissen. Beide Blickwinkel mögen ihre Berechtigung haben, aber es muss möglich sein, dem Schubladendenken zu entfliehen.
In einem weiteren Artikel des SPIEGEL geht es darum, wie Deutschland sich seit 2001 am Krieg in Afghanistan beteiligt. Es scheint so, als ob die Vereinigten Staaten ursprünglich keine Beteiligung der Bundeswehr gewünscht haben. Die Vereinigten Staaten glaubten, den Krieg gegen den Terrorismus nach den Anschlägen von New York und Washington aus eigener Kraft, aber mit politischer Unterstützung durch ihre Verbündeten führen zu können. Erst allmählich haben sie begriffen, dass eine Beteiligung der Nato, nachdem deutsche Militärs und deutsche Beamte des Außenministeriums diese Möglichleit ins Spiel gebracht hatten, sinnvoll sein könnte. Dieser Artikel zeigt, dass politische Entscheidungen viel differenzierter ablaufen, als es sich der Normalbürger vorstellt. Stammtischparolen sind ganz fehl am Platz.
Ich hoffe, morgen noch mehr zu diesem Thema schreiben zu können.

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