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Sonntag, 27. Februar 2011

Zweiter Weltkrieg Besetzung Dänemarks und Norwegens 1940

Da ich nach dem Abschluss meiner Abrisse der Geschichten von Brasilien, Argentinien und Uruhuay sowie den Kennzahlen der Deutschen Bank, SAP und Nestlè Zeit genug habe, schreiben ich während meines Krankenhausaufenthalts über den Zweiten Weltkrieg separat und in meinem Tagebuch, weil das Thema sehr umfangreich ist.
Heute geht es um die Besetzung Dänemarks und Norwegens 1940, ein unerfreuliches Kapitel, weil es in Dänemark immer noch Vorbehalte gegen Deutsche gibt. Möglicherweise ist das in Norwegen ebenfalls so. Deshalb möchte ich mich, obwohl ich nicht zur Kriegsgeneration gehöre, fürr Übergriffe während des Krieges entschuldigen.
Zum Kriegsverlauf ist anzumerken: Zum Ende des Jahres 1939 nach dem Verlust der französischen Eisenerzeinfuhr (lothringische Minette) machten Lieferungen aus dem neutralen Schweden 40 Prozent des Eisenerzbedarfs für das Deutsche Reich aus. Ein anderer wichtiger Rohstoff stellte das finnische Nickel dar. Die Eisenerzbahn von Schweden zum Verladehafen Narvik in Norwegen hatte für das Deutsche Reich einen besonderen wirtschaftlichen und militärischen Wert. Das Vereinigte Königreich beabsichtigte, diese wichtigen Rohstofflieferungen zu stören und frühestmöglich abzuschneiden (Altmark - Zwischenfall), weswegen der oberste französisch - britische Kriegsrat am 05.02.1940 vereinbart hatte, die Landung von vier Divisionen in Narvik zu planen.Diese britische Planung veranlasste das Oberkommando der Wehrmacht, einen zudätzlichen Stab für Norwegen aufzustellen. Am 21.02.1940 wies Hitler an, bestimmte Operationen im skandinavischen Raum zu planen. Am 01.03.1940 stand das Unternehmen Weserübung fest. Danach sollte Dänemark eingenommen und als Sprungbrett für die Eroberung Norwegens benutzt werden. Im März 1940 erfolgten diverse Angriffe gegen britische Seeeinheiten.
Im Rahmen der am 05.04.1940 stattfindenden Übung Wilfred verminten die Alliierten  die Gewässer vor Norwegen  und brachten Truppen ins Land.  Am 06.04.1940 bereitete die Wehrmacht das "Unternehmen Weserübung" vor.  Fast die gesamte mobilisierte deutsche Flotte lief in Richtung Narvik aus. Am 09.04.1940 landete eine Gebirgsjägerdivision vor Narvik.
Das Vereinigte Königreich glaubte nicht  an eine Landung der Wehrmacht, infolgedessen hatten die Alliierten nur geringe Gegenmaßnahmen getroffen. Die Wehrmacht weitete ihren Brückenkopf  ohne größeren Widerstand aus, so dass am 10.04.1940 bereits  Stavanger, Trondheim und Narvik  besetzt waren,  nachdem zuvor die  Wehrmacht bereits Dänemark kampflos besetzt hatte. Das Vereinigte Königreich nahm am 12.04.1940  aus strategischen Gründen  die dänischen Faröer Inseln im Nordatlantik.
Am 13.04.1940 versenkten neun britische Zerstörer und das Schlachtschiff HMS Warspite im Ofot - Fjord alle deutschen Zerstörer. Auf ihrem Rückweg zerstörten alliierte U - Boote und die Royal Air Force mehrere leichte Kreuzer und zahlreiche Frachter.
Nach Landung am 17.04.1940 griffen die Alliierten die Wehrmacht mit gleichzeitigem massiven Beschuss durch Schiffe der Royal Navy an.  Bis zum 19.04.1940 landeten umfangreiche alliierte Verbände, darunter polnische Soldaten und Reste der Fremdenlegion, in Norwegen.
Wegen des gebesserten Wetters in Norwegen, bedingt durch die Jahreszeit, festigte die Wehrmacht ihre Fronten.  Die deutsche Luftwaffe versenkte am 02.05.1940 einen britischen und einen französischen Zerstörer vor der Hafenstadt Namson.
Im Mai 1940 beschloss Churchill, wegen der deutschen Erfolge in Frankreich die Alliierten aus Norwegen abzuziehen. Vor der Evakuierung der 24.500 Soldaten konnten sie in Narvik eindringen und einen wichtigen Hafen zerstören. Das Unternehmen Weserübung endete am 10.06.1940 mit der Kapitulation der verbliebenen norwegischen Soldaten.
Obwohl Reichskommissariat wollte Hitler Norwegen als selbständigen Staat und Teil des  deutschen Herrschaftsgebietes erhalten,  Später stark befestigt aus Furcht vor einer Invasion setzte die deutsche Besatzungsmacht im Februar 1942 eine Marionettenregierung unter Vidkun Quisling ein.

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