Wie ich gestern angekündigt habe, setze ich die Landesgeschichte Brasiliens fort.
Zweites Kaiserreich Brasilien
Man krönte Pedro II. 1840 zum Kaiser. 1864 erfolgte die Kriegserklärung Paraguays an Brasilien. 1869 endete der blutigste Krieg der lateinamerikanischen Geschichte mit dem Sieg Brasiliens, Uruguays und Argentiniens über die Truppen Paraguays. Trotz des Krieges entwickelte sich Brasilien wegen des Kautschukbooms wirtschaftlich gut. Als Folge des Kautschukmonopols erzielte Brasilien durch dessen Export große Einnahmen.
Kronprinzessin Isabella, eine Tochter von Pedro II., veranlasste 1888 mit dem "Goldenen Gesetz" (Lei Aurea) die offizielle Abschaffung der Sklaverei. Trotz der Ächtung der Sklaverei seit 1853 löste das Verbot Aufstände von Großgrundbesitzern und der Armee aus. Es erfolgte ein Militärputsch, als dessen Folge Pedro II. am 15.11.1889 ins Exil nach Paris ging und den Weg für die erste Republik freimachte.
Republik und Zeit der Weltkriege
Nach Ausrufung der ersten brasilianischen Republik mit föderativer Verfassung am 24.02.1891 durch Marschall Manuel Deodoro da Fonseca als Vereinigte Staaten von Brasilien entstand ein oligarchisches System. Der wirtschaftliche Wohlstand beruhte auf der großen Kaffee - Nachfrage. Im Ersten Weltkrieg war Brasilien offiziell auf Seite der Alliierten gegen Deutschland, aber am Kriegsgeschehen aktiv nicht beteiligt. In den Kriegsjahren verringerte sich die Nachfrage nach Kaffee. Die Bevölkerung forderte in den zwanziger Jahren ein Ende der Oligarchie. Nach einem erneuten Rückgang der Kaffee - Preise 1930 erfolgte unter Führung von Getulio Vargas, dem "Vater der Armen", ein Aufstand, als dessen Folge Vargas Präsident wurde. Im Anfang seiner Regierungszeit wuchs die Wirtschaft Brasiliens spürbar. Seine Herrschaft wurde 1937 als "wohlwollender Diktator" festgeschrieben. Nach seiner Kriegserklärung gegen die Achsenmächte auf Druck der Vereinigten Staaten im Jahre 1942 entsandte er eine 25.000 Mann starke Division nach Italien. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges setzte die Armee Vargas ab.
Damit der Post nicht zu umfangreich und unlesbar wird, lasse ich ihn an dieser Stelle enden. Ich setze ihn morgen mit der Schilderung der Rückkehr zur Demokratie und der Zeit der Militärdiktatur fort.
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