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Mittwoch, 7. September 2011

Tagebuch vom 07.09.11

Heute konnte ich seit langer Zeit vier Stunden meine orthopädischen Schuhe benutzen und mit meinem Rentnerporsche einkaufen. Morgen muss ich zur Kontrolle wieder in die Uniklinik. Ich hoffe, es ist alles in Ordnung.
Die Börse ist weiter gesunken. Niemand vermag zu sagen, wie tief es gehen wird. Nur kein Berater hat den Mut, sein Nichtwissen zuzugeben. Es ist ein Verfall der wirtschaftlichen Sitten. Niemand will sich an Werte halten. Verlässlichkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit oder auch Treue sind vor langer Zeit als Sekundärtugenden verspottet worden. Gier nach Reichtum um jeden Preis oder Rücksichtslosigkeit galten als erstrebenswert. Ich erinnere mich noch an meine Eltern. Als Kriegsgeneration mussten sie ein Vermögen aufbauen. Auch wenn sie solide waren, musste das Geld immer investiert sein, ohne je darüber nachzudenken, wie hoch die Risiken sind. Dem Berater der Bank wurde wegen seiner langjährigen Geschäftsbeziehungen vertraut. Leider haben sich inzwischen die Umsgtände wesentlich geändert. Die Berater vertreten die Interessen der Bank wie immer, aber wesentlich subtiler, weil die Bank an vielen Kapitalanlagegesellschaften beteiligt sind, ohne dass der Berater das seinem Kunden gegenüber offenbart. Deshalb ist immer wieder anzuraten, nicht immer alles zu glauben, was der Berater erzählt. Auch langjährige Geschäftsbeziehungen ändern nichts an dieser Feststellung.
Morgen muss ich sehr früh in die Uniklinik, so dass ich etwas später als gewohnt zur fortlaufenden Berichtserstattung über die Börse. den Anleihen- und den Devisenmarkt kommen werde. Ich bitte dafür um Verständnis.

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